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Genau im Herzen des Landes, in der Provinz Sofala zwischen Tete und Beira, liegt der Gorongosa National Park, der sich über eine Fläche von 5300 km² erstreckt. Die Lebensader des Parks stellt der zentral gelegene Urema Lake dar, der von den Wasserläufen der malerischen Gorongosa Mountains gespeist wird. Die Kombination aus saisonal bedingten Überflutungen sowie temporären Wasserstaugebieten und verschiedenen Arten von Böden ist dafür verantwortlich, dass im Park eine bunte Vielfalt an Ökosystemen nebeneinander existieren - offenes Grasland mit Akazienwäldern dort und da, Strauchsavannen, Trockenwälder auf sandigem Untergrund, mit Regenwasser aufgefüllte Senken und mit Termitenhügeln durchzogener Busch.
Auf den Plateaus dominieren Miombo- und Bergwälder und ein sensationeller Regenwald gedeiht am Fuße einer Gruppe von Kalksteinschluchten. Kein Wunder also, dass der Gorongosa National Park einst zu den Top-Destinationen Afrikas zählte, als sich Schauspieler und Berühmtheiten die Türklinken in den Lodges in die Hand gaben. Er galt als tierreicher als die Serengeti und war drauf und dran, dem Kruger National Park den Rang abzulaufen.
Doch dann kam der Bürgerkrieg und mit ihm Wilderer, die gnadenlos die Tiere metzelten, Soldaten, die Landminen vergruben und Pisten, die langsam verwilderten. Jahrelang war der Gorongosa National Park Niemandsland. Heute, nach den letzten intensiven Jahren der Wiederbelebung, kann der Park beinahe an seine alten Glanzzeiten anschließen. Von allen sechs Nationalparks in Mosambik zählt der Gorongosa zu den dreien, die bereits wieder Touristen empfangen können. Während der große Konkurrent, der Kruger National Park, heutzutage eher zu einem Zoo verkommen ist, kann der Gorongosa noch mit echter, wilder Natur überzeugen. Zahlreiche kleinere Elefantenherden, eine immer größer werdende Löwenpopulation, Nashörner, Leoparden, Zebras, Kudus, Geparden, Warzenschweine und die anderswo seltene Pferdeantilopen können gesichtet werden. Für Vogelliebhaber dürfte der Park ein Paradies sein, denn unter den vielen hunderten Vögelarten gibt es auch welche, die nur im Gorongosa vorkommen.
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